Ferkel ohne jede Betäubung zu kastrieren, zeigt beispielhaft die Rücksichtslosigkeit der derzeitigen Tierhaltungspraxis. Die Vorstöße für eine Fristverlängerung für die betäubungslose Ferkelkastration lehnen wir entschieden ab. Fünf Jahre Übergangszeit waren mehr als genug, die schmerzhafte Praxis gehört nun endgültig abgeschafft. Solange Menschen Tiere zur Lebensmittelproduktion halten, stehen mit der Ebermast, dem Eingriff unter Vollnarkose oder der Immunokastration hinreichende Alternativen zur Verfügung, den sogenannten "4. Weg" der nicht durch Tierärzt*innen durchgeführten und schmerzhaften Lokalanästhesie lehnen wir daher ebenso ab.
Tierschutz sollte immer über Wirtschaftlichkeit stehen. Wir erwarten auch von allen Grünen Landtagsfraktionen und Landesregierungen einen entschiedenen Einsatz für das Ende der betäubungslosen Kastration ohne weitere Verlängerungen, auch nicht um nur ein Jahr. Wir sind überrascht, dass anscheinend selbst Grüne Landwirt*innen und Abgeordnete einer Verlängerung zustimmen würden, dabei sollten doch gerade diese mit gutem Beispiel voran gehen und über die Alternativen aufklären und diese bewerben. Dass der Agrarausschuss des Bundesrats dem Antrag auf Verlängerung nicht zugestimmt hat, ist ein wichtiger erster Schritt, jetzt muss das Plenum des Bundesrats folgen.
Grüne Bundesarbeitsgemeinschaft Tierschutzpolitik
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