18.02.2017

BAG Tierschutzpolitik begrüßt neues Siegel für bio-vegane Landwirtschaft

Wer Veganismus konsequent zu Ende denkt, kommt an bio-veganer Landwirtschaft nicht vorbei. Als BAG Tierschutzpolitik der Grünen freuen wir uns deshalb, dass im Rahmen der BioFach in Nürnberg ein Siegel für biozyklisch-veganen Anbau vorgestellt wurde.

Unser Lebensstil, unsere Ernährungsweise und die Art, wie wir unsere Lebensmittel produzieren, hat globale Auswirkungen. In Anbetracht von Hunger, weltweiten Umweltschäden, Artensterben, drohendem Klimakollaps und einer rasant wachsenden Weltbevölkerung werden wir unsere Ess- und Lebensgewohnheiten ändern müssen. Deshalb brauchen wir neue Ernährungskonzepte und eine nachhaltige, ökologische Form der Landbewirtschaftung.

Als Grüne unterstützen wir seit unserer Gründung die Ideale nachhaltiger, ökologischer Landwirtschaft, die ohne den Einsatz von chemisch-synthetischen Düngemitteln und Pestiziden auskommt. Auch aus tierpolitischer Sicht ist dieser Ansatz zweifellos zu unterstützen. Allerdings ist es im Ökolandbau üblich, tierische Düngemittel einzusetzen – von Gülle bis zu Hornspänen. Die Idee des politischen Veganismus ist es hingegen, die Nutzung von Tieren im gesamten Herstellungsprozess zu vermeiden.

Eine Kombination aus ökologischer, nachhaltiger Landwirtschaft und Veganismus bietet die bio-vegane Landwirtschaft. Sie verzichtet nicht nur auf synthetische Düngemittel und Pestizide, sondern auch auf tierische Düngemittel und letalen Pflanzenschutz. Damit verringert sie auch die Belastungen, die dadurch für das Grundwasser entstehen. Die wesentlichen Instrumente sind dabei nicht neu und finden bereits in der ökologischen Landwirtschaft Anwendung: beispielsweise weite Fruchtfolgen, Gründüngung, Kompostwirtschaft und Biotopförderung. Diverse Gemüse- und Ackerbaubetriebe in Europa zeigen, dass eine solche Landwirtschaft möglich ist.

Als BAG Tierschutzpolitik der Grünen begrüßen wir es, dass es mit dem vorgestellten Siegel nun die Möglichkeit gibt, bio-vegan hergestellte Lebensmittel zu erkennen und zu kaufen. Nicht nur für die 900.000 Veganer*innen in Deutschland ergibt sich damit eine neue Möglichkeit für nachhaltige, tierleidfreie Ernährung.

 

Mehr Informationen zum Siegel für biozyklisch-veganen Anbau: biocyclic-network.net.

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